Mit dem diesjährigen Schulbeginn am 24. August sind die Straßen wieder voller Kinder und Jugendlicher, die zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Bus unterwegs sind. Besonders für die Jüngsten ist der Straßenverkehr oft eine Herausforderung. Deshalb gilt zum Schulstart ganz besonders: Rücksicht nehmen, aufmerksam sein und mit Kindern Verkehrsregeln üben. Denn Verkehrssicherheit ist eine gemeinsame Aufgabe. Sie beginnt nicht erst auf dem Schulhof oder im Unterricht, sondern schon auf dem täglichen Weg zur Schule und im Familienalltag.
Kinder sicher durch den Straßenverkehr begleiten – als gutes Vorbild
Wie sicher sich Kinder im Straßenverkehr bewegen, hängt auch davon ab, welche Erfahrungen sie im Alltag sammeln. Eltern können dabei viel bewirken: gemeinsam den Schulweg erkunden, schwierige Kreuzungen besprechen, das sichere Überqueren der Straße üben oder das Fahrradfahren im Straßenverkehr trainieren. Ziel ist es, Kinder Schritt für Schritt zu einem sicheren und selbstständigen Verhalten zu befähigen. Das braucht Übung, Geduld und gute Vorbilder.
Denn Kinder lernen nicht nur durch das, was Erwachsene ihnen erklären. Sie beobachten auch, wie sich Eltern und andere Erwachsene im Straßenverkehr verhalten. Wer selbst aufmerksam über die Straße geht, beim Radfahren Regeln beachtet oder am Steuer auf das Smartphone verzichtet, vermittelt Verkehrssicherheit ganz nebenbei im Alltag.
Mit diesen und weiteren Themen beschäftigt sich auch die Videoreihe auf Instagram von „Lieber sicher. Lieber leben.“, die in Kooperation mit der Verkehrswacht Potsdam entstanden ist. Die kurzen Videos richten sich insbesondere an Eltern und geben alltagsnahe Anregungen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Die Verkehrswacht engagiert sich darüber hinaus in den Bereichen Verkehrserziehung, Fahrsicherheit und Prävention.
Auch für die Kleinsten gibt es passende Angebote: Mit dem Projekt „Fit für die Schule“ besucht die Verkehrswacht Vorschulgruppen in Kitas und vermittelt spielerisch wichtige Grundlagen für einen sicheren Schulweg. Dabei werden unter anderem Wahrnehmung, motorische Fähigkeiten und das richtige Verhalten im Straßenverkehr trainiert.
Auch Schulen tragen zur Verkehrserziehung bei
Schulen leisten ebenfalls einen wichtigen Beitrag zur Verkehrserziehung. Sie können Verkehrsregeln vermitteln, Situationen gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern besprechen und praktische Übungen ermöglichen. Gleichzeitig kann Schule die Erfahrungen, die Kinder täglich im Straßenverkehr sammeln, nicht vollständig ersetzen.
Umso wichtiger ist das Zusammenspiel von Eltern, Schule und allen anderen Verkehrsteilnehmenden. Kinder brauchen sichere Rahmenbedingungen, verständliche Regeln und Erwachsene, die ihnen Orientierung geben.
Auch die Zahlen zeigen, warum das Thema weiterhin wichtig ist: In Brandenburg ereigneten sich 2025 insgesamt 755 Verkehrsunfälle, bei denen Kinder im Alter von 0 bis einschließlich 14 Jahren betroffen waren. Damit stieg die Zahl gegenüber dem Vorjahr um 4 Prozent (2024: 726).
ZeBra-Theater bringt Verkehrserziehung auf die Bühne
Ein besonderes Angebot für Grundschulen ist das ZeBra-Theater, das Teil der Verkehrssicherheitskampagne „Lieber sicher. Lieber leben.“ des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg ist. Die Aufführungen finden voraussichtlich zwischen dem 16. November und dem 18. Dezember 2026 statt und richten sich an Grundschulen im Land Brandenburg.
Jetzt für die ZeBra-Theater-Tour bewerben
Brandenburger Grundschulen können sich noch bis zum 25. September 2026 formlos per E-Mail an zebra@liebersicher.de bewerben.
Für die Bewerbung werden folgende Angaben benötigt:
• Wie viele Klassen der Jahrgangsstufen 1 bis 3 sollen teilnehmen?
• Wie groß wird das Publikum voraussichtlich insgesamt sein?
• Kann die Aufführung gemeinsam mit einer Nachbarschule stattfinden? Falls ja, welche Schule nimmt mit wie vielen Klassen und Schülerinnen und Schülern zusätzlich teil?
• Das Theaterstück ist ausschließlich für die Aufführung in einer Turnhalle konzipiert. Kann die Turnhalle im vorgesehenen Zeitraum für eine Aufführung genutzt werden?
Nach Bewerbungsschluss wird der Tourplan erstellt und zeitnah kommuniziert. Wunschtermine können leider nicht berücksichtigt werden.
Gemeinsam für sichere Wege
Ob auf dem Fahrrad, zu Fuß, im Bus oder im Auto: Verkehrssicherheit funktioniert nur gemeinsam. Eltern können ihre Kinder auf ihrem Weg zu mehr Selbstständigkeit begleiten, Schulen können Wissen und praktische Erfahrungen vermitteln und alle Verkehrsteilnehmenden können durch Aufmerksamkeit und Rücksicht dazu beitragen, dass Kinder sicher unterwegs sind.
Die Kampagne „Lieber sicher. Lieber leben.“ setzt deshalb auf unterschiedliche Angebote für verschiedene Zielgruppen und Altersgruppen. Denn jeder Beitrag zählt, wenn es darum geht, Unfälle zu vermeiden und Brandenburgs Straßen sicherer zu machen.














