MOBIL MIT BUS UND BAHN
Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) bietet allen, die mobil
und unabhängig bleiben wollen ein gut ausgebautes Verkehrsnetz.
Gerade Großstädte verfügen über ein dichtes Netz aus Bus, Tram,
S- und U-Bahn und Regional- und Fernzügen.
Mit einem Ticket durch Berlin und Brandenburg
Im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) haben sich 41 öffentliche
und private Verkehrsunternehmen in Berlin und Brandenburg zusammengeschlossen.
Das hat den Vorteil, dass lediglich ein Fahrschein notwendig
ist, um durch ganz Brandenburg und die Bundeshauptstadt zu fahren.
Für alle ab 65 Jahre bietet der VBB seit April 2009 ein spezielles Angebot:
das „VBB-Abo 65plus“. Für monatlich 47 Euro fahren Senioren damit beliebig oft und rund um die
Uhr mit Bussen und Bahnen (Ausnahme IC, EC und ICE) durch Berlin und
Brandenburg. Den Abo-Antrag gibt es in den Kundencentern aller Verkehrsunternehmen des VBB. Wer ein Ticket hat, muss sich nicht mehr um Anschlussfahrausweise, Tarifzonen
oder Fahrausweisautomaten kümmern, sondern kann einfach einsteigen
und losfahren.
Barrierefrei unterwegs
Manch einer hat Bedenken, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen.
Gerade Senioren sind unsicher, ob sie sich im komplexen Nahverkehrsangebot
zurechtfinden, ob sie Bus und Bahn problemlos nutzen können.
Die Verkehrsmittel des ÖPNV ermöglichen Senioren und allen Personen
mit körperlichen Einschränkungen ein bequemes Ein- und Aussteigen. So sind im vorderen Bereich der Busse spezielle Sitze und Haltegriffe für Senioren. Auch die Bahnen sind so
gebaut, dass der Einstieg mit dem Bahnsteig abschließt bzw. eine Stufe auf
gleiche Höhe ausgefahren werden kann.
Mobil mit der Bahn
Wer lange nicht auf Schienen unterwegs war, wird
erstaunt sein über die vielfältigen Möglichkeiten.
Broschüren und Informationen
dazu gibt es in den Reisezentren der Deutschen Bahn, im Reisebüro
und im Internet.
Natürlich erfordert auch das Bahnfahren etwas Übung: Wo bekomme ich
eine Fahrkarte? Ist der Bahnhof barrierefrei? Muss ich umsteigen?
Der Fahrkartenkauf ist auf verschiedene Weise möglich: Am Automaten
oder im Internet geht es zwar schnell, die Bedienung setzt allerdings etwas
Übung voraus. Wer bei der Reiseplanung oder beim Ticketkauf lieber beraten
werden möchte, erhält Informationen am Schalter im Reisezentrum
oder auch über das Telefon.
Ein guter Tipp: Fragen Sie nach dem „Haltestelle-Haustür“-Service. Bei der
Reiseplanung wird dann eine Haltestelle in der unmittelbaren Umgebung
der Wohnung herausgesucht bzw. eine Alternativlösung geboten.
Gerade
in vielen ländlichen Gebieten hat sich dafür ein Rufbussystem etabliert. Der
Rufbus ergänzt den normalen Linienverkehr und muss ca. eine Stunde vor
der gewünschten Abfahrtzeit angemeldet werden.
Dies können Sie telefonisch unter 030 25 41 41 41 machen.
Mit sperrigem und schwerem Gepäck rechtzeitig zu Bus oder Bahn zu gelangen,
ist eine echte Herausforderung. Auf den meisten Bahnhöfen stehen
Gepäckwagen bereit, mit denen sich Koffer und Taschen relativ leicht von
einem Gleis zum anderen transportieren lassen. Noch besser: Beim Angebot
„Kuriergepäck“ werden Koffer bequem zu Hause abgeholt und an die
Wunschadresse geliefert.
Für Senioren, die körperlich stärker beeinträchtigt sind, bietet die Deutsche
Bahn einen so genannten „Mobilitätsservice“: Fachleute suchen die beste
Verbindung für sie heraus, achten auf genügend Zeit zwischen den Umstiegen
und organisieren individuelle Ein- und Ausstiegshilfen.
Weitere Informationen erhalten sie im Internet:
www.vbb-online.de oder telefonisch unter 030 25 41 41 41.