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Verkehrsteilnehmer müssen viele Informationen verarbeiten. Nur wer sie schnell entschlüsselt und die Verkehrssituation richtig erfasst, kommt sicher ans Ziel. Dabei werden etwa 80 bis 90 Prozent aller Sinneseindrücke von den Augen aufgenommen. Doch auch das Gehör und externe Faktoren wie Medikamente haben entscheidenden Einfluss auf die Teilnahme am Straßenverkehr.


Nur wer richtig sieht, sieht alles richtig
Die Augen müssen im Straßenverkehr ständig Höchstleistungen vollbringen. Im Lauf des Lebens nimmt die Sehkraft jedoch ab. Dieser schleichende Prozess ist den meisten Verkehrsteilnehmern jedoch gar nicht bewusst. Ein regelmäßiger Sehtest beim Optiker oder Augenarzt sollten deshalb selbstverständlich sein.


Das Gehör lenkt den Blick
Auch das Hören spielt für die Sicherheit im Straßenverkehr eine bedeutende Rolle. Das Gehör unterstützt das Auge dabei, Warnsignale aufzunehmen und Gefahren zu erkennen. Deshalb sind alle Verkehrsteilnehmer - auch Fußgänger - auf ihr Hörvermögen angewiesen. Schließlich müssen
zum Beispiel Rettungswagen, Polizei und Feuerwehr so schnell wie möglich bemerkt und lokalisiert werden. Regelmäßige Untersuchungen beim Hörgeräteakustiker helfen, einsetzende Schwächen rechtzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Die Tests führen viele Hörgeräteakustiker sogar unverbindlich durch.

 

Unter Medikamenteneinfluss unterwegs
Viele ältere Menschen sind regelmäßig auf Medikamente angewiesen. Diese haben jedoch Wirkungen und häufig auch Nebenwirkungen, die die Teilnahme im Straßenverkehr beeinflussen. Benommenheit, Müdigkeit und verengte Pupillen sind Symptome, die das Reaktionsvermögen einschränken. Und dies gilt für verschreibungspflichtige Arzneimittel ebenso wie für rezeptfreie Präparate. Das persönliche Empfinden täuscht oft über die eigene Fahrtüchtigkeit. Gerade bei der Kombination mehrerer Medikamente sind die Wirkung und die Dauer der Beeinträchtigung nur schwer abzuschätzen. Für mehr Sicherheit sorgt da ein Gespräch mit dem Arzt oder Apotheker über eine mögliche Fahr(un)tüchtigkeit.

 

TIPP

  • Gehen Sie regelmäßig zum Sehtest und prüfen Sie auch Ihr Dämmerungssehen.
  • Hinterlegen Sie eine Zweitbrille im Handschuhfach.
  • Lassen Sie Ihre Hörfähigkeit in festen Abständen von einem Arzt oder Hörgeräteakustiker
    prüfen.
  • Vermeiden Sie zusätzliche Geräuschquellen im Auto, z.B. das Autoradio.
  • Halten Sie sich körperlich und geistig fit. Das stärkt Koordination und Konzentration.
  • Sprechen Sie Ihren Arzt oder Apotheker auf die Verträglichkeit mehrerer Medikamente
    an.